Entwicklungsgeschichte

Als 1975 eine Gruppe von NC-Pionieren beim VDI vergeblich um Aufnahme der Innovation Numeric Control anfragte, war der Entschluss: „… dann gründen wir eben einen VEREIN …“ rasch gefasst. Nach dem Vorbild der amerikanischen NC-Society fanden sich Vertreter von Anwendern, Herstellern und Ausbildungsinstitutionen zusammen, um die europäische NC-Gesellschaft zur Förderung und Verbreitung des Einsatzes numerisch gesteuerter Werkzeugmaschinen ins Leben zu rufen.

In München als eingetragener Verein registriert, in der Schweiz (Biberist) die Geschäftsstelle installiert und im deutschsprachigen Wirtschaftsraum Technologie-Transfer positioniert, das waren die Startsignale für die NC-Gesellschaft.

Waren die ersten 10 – 12 Jahre hauptsächlich den Themen NC, CNC und CAM gewidmet, so ergaben die Wechsel in der Geschäftsführung und des Standortes 1987 auch eine aufbauende thematische Ausrichtung, wie z.B. CAD, Rapid Prototyping, Werkzeug- und Formenbau usw. Im Sinne einer Interessensgemeinschaft stehen hier Hersteller und Anwender „neuer Technologien“ zusammen; ergänzt wird die Interessensgemeinschaft von der drittgrößten Mitgliedergruppe, den Bildungsinstitutionen, die den bildungspolitischen Rahmen für die Einführung und Anwendung von innovativen Prozessen und Verfahren der Fertigungstechnik gestalten.

Bald wurde deutlich, dass die NC-Technologie nur ein erster Schritt in der Weiterentwicklung zu den neuen Arbeitsformen wie CAD, CAM und CIM war, was in der Konsequenz zu einer  erweiterten Zielsetzung der NC-Gesellschaft und im Jahre 1986 auch zu einer Umbenennung in „NC-Gesellschaft – Anwendung neuer Technologien – e.V.“ führte.

Mitte der neunziger Jahre wurden die Ziele der Gesellschaft in die Hauptbereiche gegliedert:

  • DIALOG zwischen Herstellern und Anwendern aller Branchen vom Mittelstand bis zur Großindustrie und den Ausbildungsinstitutionen
  • ARBEITSKREISE mit Anwendern und Herstellern zu künftigen Arbeits- und Fertigungsstrukturen
  • ANWENDUNG neuer innovativer Fertigungstechnologien
  • VORTRÄGE UND SEMINARE von NCG-Fachleuten aus der Industrie an Universitäten und Fachhochschulen
    Als europäische Interessensvertretung will die NC-Gesellschaft eine attraktive Plattform zur Verfügung stellen, für eine ganzheitliche und interdisziplinäre Diskussion und Weiterentwicklung dieser neuen Technologien in der zunehmend automatisierten Fertigung.

Zeigt doch die Erfahrung, dass die „großen“ innovativen Themen i.d.R. zunächst von den großen Playern/Firmen/Pionieren aufgegriffen und hinsichtlich Umsetzung und Einführung diskutiert werden, so hat es sich die „NC-Gesellschaft – Anwendung neuer Technologien – e.V.“ zur Hauptaufgabe gemacht, gerade die kleineren und mittelständischen Betriebe (KMU) bei der Einführung und Anwendung neuer Technologien zu unterstützen.

Hervorzuheben ist im Zusammenhang das große Engagement des Gründers der NCG e.V., Herrn Hans B. Kief. Seine langjährige, internationale Erfahrung und Fachkompetenz hat H. B. Kief in diversen Fachbüchern, wie z.B. „CNC Handbuch“ und „FFS-Handbuch für flexible Fertigungssysteme“ in sehr anschaulicher und verständlicher Weise zusammengefasst.

In internationalen Arbeitsgruppen wurden kontinuierlich neue Praxis orientierte „Empfehlungen“ und Veröffentlichungen erarbeitet und in enger Zusammenarbeit mit Firmen anerkannte Standard-Abnahmeteile mit den entsprechend erforderlichen NC-Programmen erstellt. War es 2004 noch auf 3-achsiges HSC ausgerichtet, so kam dann im Jahr 2005 als konsequente Weiterentwicklung die „NCG-Empfehlung 2005: Prüfwerkstück für die die 5-Achs-Simultan-Fräsbearbeitung“ auf den Markt. Das Prüfstück kann bei der NCG bestellt werden.

 

2016/2017: Die NCG reformiert sich …

Unter dem Titel „FK-Mangel den Kampf ansagen“ konzentriert sich die NCG künftig allein auf die praxisnahe Qualifizierung in CAD/CAM- und NC-Technologien, um den Fachkräftemangel in der Industrie zu bekämpfen.

Zu Zeiten der Gründung der NC Gesellschaft war das Ziel, den Einsatz von CAD/CAM- und NC-Technologien in Unternehmen zu fördern, heute gehören sie zum Unternehmensalltag. Aber neue Herausforderungen, wie Fachkräftemangel und schnelle technologische Entwicklungen, fordern von Unternehmen den Aufbau neuer Kompetenzen.

Fokus auf NCG Prüfungskommission

Mit einer Reform reagieren Vorstand und Mitgliedsunternehmen der NCG auf diese neuen Herausforderungen, Sie wird künftig alle ihre Aktivitäten auf die ebenso erfolgreiche wie notwendige Arbeit als NCG Prüfungskommission ausrichten und ihre Nebenaktivitäten konsequent einstellen. Diese Prüfungskommission trägt bereits seit Jahren entscheidend zu einer praxisnahen und auf aktuelle technologische Entwicklungen ausgerichteten Aus- und Weiterbildung bei. Über Kurse und Prüfungen nach NCG-Richtlinien können sich Facharbeiter, Meister, Techniker und Ingenieure als Experten sowie Ausbilder in den Bereichen CAD, CAM und NC qualifizieren und zertifizieren lassen.